Markus Poniewas, VIP Partnervermittlung Düsseldorf

Rund um die klassische Partnervermittlung
Girolamo Savonarola
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Markus Poniewas, VIP Partnervermittlung Düsseldorf

Beitragvon Girolamo Savonarola » 12.06.2012, 14:24

Hallo Leute,
ich wollte mal meine Erfahrung mit der VIP PV posten. Ich war als Berater tätig. Erfolgreich. In Deutschland und auch im benachbarten Ausland. Das Preisniveau lag bei 8.000 €. Leider wurden gemachte Zusagen vom Firmenchef Markus Poniewas nicht eingehalten. Der Preis war für mich nicht verhandelbar. Nicht jeder Interessent hat nun mal achttausend Euro übrig für sein Partnerglück. Dann musste ich erfahren, dass Kunden zur Nachbearbeitung mit günstigen Preisen angesprochen worden sind. In meinen Augen sind das sehr üble Machenschaften. Nun mal meine Frage:
Wer hat als Kunde/in oder Mitarbeiter schlechte Erfahrungen mit dieser Partnervermittlung gemacht? Nur Mut. Das Recht auf freie Meinungsäußerung erlaubt es solche Machenschaften anzuprangern.

einstein
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Beitragvon einstein » 17.06.2012, 19:07

hallo zuerst.
8000 euro ist schon viel geld. sicherlich gibt es singlebörsen die auch gut und viel preiswerter sind. schlimm ist, wenn bei solch teuren preisen wie bei vip düsseldorf dann zusagen nicht eingehalten werden.

night firelight
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Beitragvon night firelight » 01.07.2012, 18:02

achttausend euro ist in der tat ein haufen holz. warum so viel asche abdrücken? elite, parship und ttpcg sind viel günstiger und von der vermittlungsart sogar besser. bei ttpcg gibt es sogar beratung und betreuung.

dutman
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Beitragvon dutman » 03.07.2012, 12:00

Hallo!
Ich mag mich irren, aber ich fürchte wenn man die üblen Machenschaften eines Gescháfts in der Offentlichkeit anprangert, auch wenn man dafür handfeste Beweise hat, kann man wegen "Geschäftsschádigung" vor Gericht müssen und zu einer beachtlichen Entschädigung verurteilt werden.
Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist leider begrenzt

Girolamo Savonarola
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Beitragvon Girolamo Savonarola » 10.07.2012, 15:29

Hallo dutmann,
zum einen kann ich jederzeit den Beweis antreten für meine Meinung und zum anderen erlaubt das Verfassungsgericht einen sehr weiten Spielraum seine Meinung zu sagen. Ich kann gerne mal OLG Urteile hier posten.
Auf bald....

dutman
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Beitragvon dutman » 13.07.2012, 10:36

Hallo Savonarola!
Dann habe ich mich eben geirrt, würdest Du diese Urteile hier posten? Ich lerne gerne was dazu und das Tema interessiert mich sehr.
Danke, dutman

Girolamo Savonarola
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Beitragvon Girolamo Savonarola » 19.07.2012, 11:18

Hallo dutmann,
werde ich zeitnah mal posten.
Übrigens, ich habe gehört, dass VIP Düsseldorf Insolvenz angemeldet hat.
Ist da was dran?

partnervermittler
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parnervermittler bei der vip gmbh in düsseldorf

Beitragvon partnervermittler » 26.07.2012, 16:31

hallo in die runde,

ich war einige monate bei der vip gmbh in düsseldorf als partnervermittler tätig auf selbstständiger basis. hierzu habe ich einen tatsachenbericht als blog verfasst. dieser ist zu 100% authentisch. es ist nichts hinzugesponnen. weder positiv noch negativ. wurde auch von meinem rechtsanwalt durchgesehen. erstaunt bin ich über den erfolgreichen verlauf von girolamo. auf regionaler ebene sind meiner meinung nach summen von knapp 10.000 euro kaum/nicht durchsetzbar. freue mich mal über eure kommentare dazu.






Erfahrungsbericht: Gründung einer selbstständigen Partneragentur bei der VIP GmbH, Düsseldorf

Ein Erfahrungsbericht:

Im Oktober 2011 wurde ich auf eine Anzeige der VIP GmbH in Düsseldorf zur Gründung einer selbstständigen Partneragentur aufmerksam. Es wurde ein/e Akademiker/in oder Unternehmerpersönlichkeit zum Aufbau einer selbst. arbeitenden Agentur im Wohnortgroßraum gesucht. Von 6.380 bis zu 13.500 Euro bei Eignung sollten monatlich möglich sein. In den jetzigen Anzeigen ist von den detaillierten Summen keine Rede mehr.

Vip´s Ruf in den Medien und der Branche ist zweigeteilt. Neben guten Bewertungen bei Quipe gibt es ebenso TV Berichte wie vom WDR (Mein gutes Recht), die kein gutes Haar am Unternehmen lassen. Speziell die guten Quipe Bewertungen und den guten Webauftritt verwendete ich immer wieder zur Argumentation der Reputation, wobei einige potentielle Kunden mir die Frage stellten, ob ich denn die Quipe Bewertungen im Ernst glauben würde. Diese würden einen sehr geschönten Eindruck vermitteln. Hierüber machte ich mir aber keine Gedanken und verwies auf die Seriosität als einer der marktführenden Partnervermittlungen.

Da ich mich von den Voraussetzungen und meinen pers. Stärken insbesondere in der Beratung/ Verkauf stark angesprochen fühlte, bewarb ich mich und bekam auch einen Vorstellungstermin. Dabei spielte für mich die erwähnte Summe keine Rolle. Wichtig war es für mich die Vorlaufkosten zügig reinzuholen und ein geregeltes Einkommen zu erzielen.

Das Büro von VIP liegt in repräsentativer Lage im Düsseldorfer Medienhafen. Die Mitarbeiterin am Empfang war freundlich und seriös. Ebenso ein Geschäftsführer, der mit mir die Verhandlungen führte. Kompetent und freundlich. Dazu ein interessanter Zeitgenosse.

Nach einigen Telefonaten bekam ich die Stelle und war vollen Mutes richtig durchzustarten.

Die Gebühr für die Partneragentur betrug 7200 Euro. Es folgte eine 3-4 stündige Schulung, das Ausfüllen der Formulare und Vertragsunterlagen. Laut Aussage meines Gesprächspartners sollte es bisher 15 Partneragenturen geben und im Zuge der weiteren Entwicklung würden weitere hinzukommen bzw. diese auch weitere Aufgaben übernehmen.

Etwas stutzig machte mich die Tatsache, dass eine Kontaktaufnahme zu den anderen Agenturpartnern nicht gewünscht war. Hier konnte ich mir noch keinen Reim drauf machen. Bei allgemeinen Fragen wäre die VIP Agenturbetreuung zuständig.

Die Erfolgsaussichten wurden optimistisch dargestellt. Nach 15 Abschlüssen innerhalb eines Jahres würde die gezahlte Gebühr zurückerstattet werden. „ Das ist gut zu schaffen, bei 7-10 Anrufen pro geschalteter Anzeige und im Durchschnitt 1 Vertrag sind sie schnell dabei,“ hieß es. Dabei äußerte ich zwar meine Bedenken hinsichtlich der Quote, aber die Gedanken wichen der Vorfreude auf die neue Aufgabe.

VIP`s Gebührenmodell/ Honorar empfand ich zwar als sehr hoch, aber es sollte ja genügend Nachfrage vorhanden sein. Für 16 Kontakte auf Augenhöhe werden 8000 Euro + Mwst. fällig, also 9520 Euro. Verzichtet der Kunde auf eine bestimmte Klausel im Bezug auf die Kündigungsbedingungen, so kann man er unbegrenzt Partnervorschläge abrufen. Laut VIP tendieren die meisten Interessenten zu diesem Modell. Für 4000 Euro + Mwst. gibt es 8 Vorschläge innerhalb von 6 Monaten. Ich war mangels Nachfrage notgedrungen auch gezwungen 5 Vorschläge für 2500 Euro + Mwst. anzubieten. Dazu später mehr.

Vip selber kassiert von den Gebühren 30% +Mwst. Bei entsprechender Nachfrage durchaus fair.

Mein Gesprächspartner riet von einer eigenen Webseite auch aus Kostengründen ab. Nutzt man die eigene VIP- Seite, läuft man Gefahr potentielle Kunden zu verlieren, die dann direkt von VIP „betreut“ werden, so der Tenor. Ich entschied mich aber im Verlauf der Anfangszeit diese in Auftrag zu geben. Es versteht sich von selbst, dass im gehobenen und seriösen Kundenbereich die Webseite das Aushängeschild des Partnerunternehmens ist, so dass hier nicht gespart werden darf.

So machte ich mich frisch ans Werk und schaltete Anfang Dezember die ersten Anzeigen in der Wochenendausgabe einer großen norddeutschen Mediengruppe. Dort hatte ich auch, wie besprochen, entsprechende Rabatte ausgehandelt. Dennoch muss man mit etwa 300 Euro für eine gestaltete, farbige Anzeige rechnen. Bei 2 Anzeigen kommen so 600 Euro/ Woche zusammen. Die Anzeigen stachen gut platziert deutlich von den anderen Partnervermittlungen hervor.

Nun wartete ich am 1.Wochenende gespannt auf die ersten Anrufe. Ich hatte ja noch die im Gespräch durchschnittlich zu erwartenden 7-10 Anrufe im Focus.

Am 1. Wochenende hatte ich genau 3 Anrufe. Die 3 Damen wollten sich über den Herrn, einen attraktiven Zahnarzt, grundsätzlich informieren.

2 Damen hatten zuerst Zweifel, ob denn die Anzeigen echt waren. Man könne es ja kaum glauben, über welche außerordentlichen Attribute der angepriesene Herr verfügte. Auch in den weiteren Gesprächen in den kommenden Wochen kamen vermehrt Zweifel über die Echtheit der Annoncen auf.

So waren einige Anrufer verwundert, dass die gleichen Anzeigen sowohl in den überregionalen Medien (FAZ, Welt etc.) als auch hier im Lokalblatt erschienen. Dies wäre ja höchst merkwürdig und verwunderlich. Im Grunde sogar unglaubwürdig. So sollten die Damen und Herren ja aus der Region kommen. Auf Rückfrage bei VIP wurde mir versichert, dass die Partnersuchenden aus der Region kämen. Konkrete Ortsangaben/ Wohnortbereich wurden jedoch nicht gemacht. Angeblich aus Gründen der Diskretion. Einige Anrufer wollten es jedoch genau wissen. Ich verwies aber immer darauf, dass nähere Infos nach Vertragsabschluss folgen würden und man einen Partner auf Augenhöhe und hohem Niveau zugesichert bekommen würde.

Da ich es selber ja nicht einschätzen konnte, wie viel Wahrheit dahinter steckt, verlies ich mich auf die Aussagen von VIP. Im Internet und verschiedenen Foren tauchten immer wieder Gerüchte auf, dass es sich zum Teil um Lockvogelangebote handeln würde und einige Partneragenturen so genannte „Läufer“ beschäftigen, die einen Partnersuchenden vorgaukeln, um die Quote der Partnervorschläge zu erfüllen.

Da aber auch hier einige Quellen nicht nachweislich seriös sind, verwarf ich diese Theorie. Stutzig machte mich eher die Tatsache, dass VIP nachweislich häufiger überregionale Partnervorschläge annoncierte, die dann auch im lokalen Bereich geschaltet wurden und auch gröbere Wohnortangaben auf Nachfrage nicht angegeben wurden.

Die Resonanz des 1. Wochenendes war ernüchternd und frustrierend. Und das in der Vorweihnachtszeit, wo sich besonders viele Menschen einsam fühlen und den Wunsch nach Nähe haben. 3 Anrufe. Ich war schockiert.

Da ich mich sehr gut vorbereitet hatte und zudem einen Gesprächsleitfaden erstellt hatte, dauerten die Gespräche, auch durch meine niveauvolle und authentische Art, jeweils über 20-30 Minuten. Wenn ich eine Stärke habe, so ist es mit Kunden/ Partnersuchenden vertrauensvoll umzugehen. Die Vertrauensbasis war ausnahmslos umgehend hergestellt und ich konnte mich durch die geübten Fragestellungen behutsam an die Anrufer herantasten.

Einige Damen wollten sich vorab informieren, wie das Prozedere läuft. Bei Rückfragen zum Honorarmodell, gab es eine geschickte Formulierung für die 9520 Euro. Das Honorar bewege sich im guten vierstelligen Bereich und ist mit dem hohen Aufwand und der Vorleistung in diesem exklusiven Kreis völlig angemessen. In einem persönlichen Gespräch könnte man aber über ein individuelles Angebot sprechen. Genaue Honorarpreise wurden entsprechend von meiner Seite nicht genannt. Ziel war es, den Interessenten zu einem persönlichen Termin zu bewegen. Bei einigen Interessenten kam das Thema nicht zur Sprache.

Die Anruferfrequenz entwickelte sich in den kommenden Wochen unverändert. Pro Wochenende und 2 Schaltungen etwa 3-5 Anrufe insgesamt. Komischerweise kamen kaum Anrufe von den Herren. Entweder tummeln diese sich verstärkt im Internet oder sind hier generell eher misstrauisch.

Immerhin konnte ich in den 10 Wochen doch zahlreiche Termine erzielen. Dies war jedoch nur möglich, da ich vor allem den Informationscharakter in den Vordergrund stellte. Die meisten Anrufer hatten bis dato keinen Plan, wie eine traditionelle Partnervermittlung ablaufen würde.

Die Treffen fanden sowohl im privaten Bereich als auch an neutralen Orten statt. Einige Anruferinnen bevorzugten für das Erstgespräch eine neutrale Umgebung. Die Argumentation, dass man das persönliche Umfeld erkunden müsse, um einen Partner auf Augenhöhe zu vermitteln, zog da nicht. Dennoch fanden etwa die Hälfte der Termine im jeweiligen Haus/ Wohnung der Interessenten statt. Dies jedoch nur, weil ich durch meine authentische und vertrauenswürdige Art schon am Telefon überzeugen konnte.

Einige der Telefonate dauerten bis zu 1 Stunde, wobei sich die Anrufer mir wirklich oftmals anvertrauten. Ich verwies dann jedoch auf den persönlichen Termin zur weiteren Besprechung.

Ich versuchte bei den Terminen den Gegenüber recht schnell einzuschätzen. Dies war relativ einfach. Die potentiellen Kunden erzählten detailliert und mit grosser Lust über Ihre Erwartungen sowie Ihr vergangenes Leben hinsichtlich Ihrer Partnerschaften. Es herrschte regelrechter Mitteilungsbedarf. Durch geschickte Fragestellungen und Formulierungen, die auch in der Kurzschulung besprochen wurden, sollte der mögliche Kunde dann Richtung Abschluss gebracht werden. Durch Notizen und Fragebögen wurden die wesentlichen Anforderungen an den potentiellen Partner festgehalten.

Die informativen Gespräche verliefen eher so, dass in einer lockeren, vertrauensvollen Atmosphäre über das System gesprochen wurde. Ich habe natürlich alles drangesetzt, um auch diese Gespräche in die richtige Richtung zu bewegen. Hier war ich schon zielstrebig, aber mit Feingefühl.

Einige Gespräche dauerten 4 Stunden. Das genaue Honorar wurde immer erst zum Schluss genannt. Ich hatte einige Male ein gutes Gefühl, was sich im Nachhinein als naiv herausstellte. Es herrschte überwiegend bis zur Honorarnennung eine nette, freundschaftliche Atmosphäre. Oft mit Kaffee und Kuchen. Diskret und Vertrauensvoll zugleich. Das dicke Ende sollte jeweils noch kommen.

Das Honorarmodell von Vip ist in verschiedenen Internetforen von Kunden schon beschrieben worden. Da man sich im gehobenen Bereich bewegt, gibt es das Basispaket mit 16 Kontakten innerhalb von 6 Monaten für 9520 Euro. Verzichtet man auf das Kündigungsrecht, so erweitert sich das Honorar auf einen unbegrenzten Zeitraum mit theoretisch unbegrenzten Kontakten. Laut VIP wird diese Variante bevorzugt gewählt. Dem einzelnen Berater obliegt es je nach Situation auch günstigere Pakete zu schnüren, wenn der Kunde nicht soviel ausgeben möchte. 8 Kontakte für die Hälfte zum Beispiel.

Ich musste sogar, um eine reelle Chance auf einen Abschluss zu haben, 5 Kontakte für ca.3000 incl. Mwst. anbieten. Dazu jedoch jetzt mehr.

Obwohl ich sehr behutsam und wohlüberlegt das Thema jeweils am Ende der Gespräche ins Feld schickte, endete es jedes Mal im Desaster.

Einige der potentiellen Kunden/ Kundinnen fielen fast vom Stuhl und schnappten nach Luft. Andere beendeten daraufhin sofort das Gespräch ohne Kommentar. In 2 Fällen schaffte ich es zumindest das kleine Paket mit 5 Kontakten diskussionswürdig zu halten.

Die meisten potentiellen Kunden hatten Preisvorstellungen im Bereich von max.1500-2000 Euro. Aber nicht für ein kleines, abgespecktes Paket.

Schon nach den ersten Terminen wuchs in mir der Verdacht, dass sich die Honorarvorstellungen in keiner Weise umsetzen lassen würden. Durch einen zufälligen Kontakt mit einem seriösen lokalen Anbieter mit hohen Branchenkenntnissen aus der Region, erfuhr ich, dass knapp 5stellige Honorare auf lokaler Ebene, zumindest in meiner Region, aber auch in vielen anderen Regionen kaum/ gar nicht durchsetzbar wären.

Bei allen Kundengesprächen gab es das gleiche Bild. Fassungslosigkeit über die Honorarhöhe. Immerhin 2 Kunden zogen überhaupt die kleinste Möglichkeit (5 Kontakte für 2500 Euro + Mwst.) in Betracht. Dies gab mir kurzfristig etwas Mut, der jedoch schnell verflog.

Die Argumente der Kunden: Die Wahrscheinlichkeit bei 5 Kontakten einen Treffer zu landen, der eine hohe Sympathie bei beiden ergibt, sei stark reduziert. So bestünde ja insbesondere die nicht unwahrscheinliche Option, dass man selber einen Partner als geeignet empfinden würde, dieser aber letztendlich die Gefühle nicht erwidert. Sind also bei 5 Vorschlägen 1-2 brauchbare dabei, diese erwidern die jedoch Gefühle nicht, ist die Kohle futsch oder man müsste 5 neue Kontakte zubuchen.

Ich hatte alle Register gezogen, um die Kunden zum Abschluss zu motivieren. Dazu sei nochmals bemerkt, dass ich in allen früheren Positionen als besonders abschlusssicher galt. Ich konnte im Nachhinein die Argumente der Gesprächspartner jedoch verstehen. Nun war mir klar geworden, dass ich auf völlig verlorenem Posten kämpfen würde. Mit den Anzeigen und der Agenturpartnergebühr hatte ich schon deutlich über 10.000 Euro investiert und kam finanziell an meine Grenzen, da die Aussicht auf einen Abschluss verschwindend gering war.

Es schien sich immer mehr herauszustellen, dass ich, vielleicht etwas naiv, mit völlig falschen Erwartungen an die Aufgabe herangetreten bin. Nachfolgende Recherchen und Gespräche mit seriösen überregionalen Branchenkennern bestätigten dies zudem. Völlig frustriert und um eine hohe Summe ärmer beendete ich dann für mich nach knapp 3 Monaten die Tätigkeit, die ich bis dato mit hohem Engagement und Euphorie ausgeübt hatte. Zeitweise hatte ich den Eindruck, meinen Traumjob gefunden zu haben. Diese kurzen Impressionen wurden jäh durch die Realität eingeholt.

Fazit:

Meine Tätigkeit bei der Vip GmbH in Düsseldorf zur Gründung einer selbstständigen Partneragentur war ein kompletter, kostspieliger Reinfall. Ich würde vermuten, dass dies in der überwiegenden Anzahl der Regionen in Deutschland nicht anders ist. Da man keinen Kontakt zu den anderen Agenturnehmern hat, lässt sich dies nicht beweisen. Merkwürdig ist es allemal. Der Firma Vip GmbH Partnervermittlung werfe ich vor, mir völlig unrealistische Umsatzerwartungen dargestellt zu haben. Da es im Zeitraum von 2010-2011 schon öfter Stellenanzeigen für meine Position gab, ist es sehr wahrscheinlich, dass vor mir andere Agenturpartner ebenfalls gescheitert sind. Aufgrund umfangreicher Recherchen zeichnet sich hier immer mehr ein klares Bild ab.

Das Geschäftsmodell von VIP mag trotz der zunehmenden Internetaffinität und erfolgreichen Onlinepartnerbörsen im überregionalen Bereich noch funktionieren. Meiner Meinung nach wird die Anzahl der potentiellen Kunden, die knapp 10.000 Euro Honorar bezahlen, aber überschaubar bleiben.

einstein
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Beitragvon einstein » 29.07.2012, 18:34

hallo zuerst.
es wird sicherlich auch menschen geben die bereit sind 9.250 euro wie bei vip düsseldorf zu bezahlen. allerdings sind das sicherlich sehr wenige. vip ist ja auch kein massenanbieter. dazu kommt nach meiner einschätzung folgende tatsache: vor 20 jahren haben alle partnervermittlungen hohe preise für ihre dienstleistungen gehabt. heute gibt es gute internetvermittlungen für wenig geld. das wird das problem bei vip sein.

Girolamo Savonarola
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Beitragvon Girolamo Savonarola » 29.07.2012, 19:39

Hallo Partnervermittler,
genau so ist der Ablauf bei VIP. Alles höchst fraglich. Der Grund, dass von einer eigenen Webseite abgeraten wird, ist doch klar.
Seriöse Unternehmen, egal welcher Branche sie angehören, erstellen für ihre Vetriebspartner Webseiten, um Umsatz zu generieren. Warum VIP davon wohl abraten tut?

night firelight
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Beitragvon night firelight » 29.07.2012, 22:24

mit zeitungswerbung wie bei vip ist doch nichts mehr zu reißen. wer viele kundenanfragen bekommen möchte, muss im internet sehr aktiv werden.

partnervermittler
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Beitragvon partnervermittler » 01.08.2012, 15:03

Girolamo Savonarola hat geschrieben:Hallo Partnervermittler,
genau so ist der Ablauf bei VIP. Alles höchst fraglich. Der Grund, dass von einer eigenen Webseite abgeraten wird, ist doch klar.
Seriöse Unternehmen, egal welcher Branche sie angehören, erstellen für ihre Vetriebspartner Webseiten, um Umsatz zu generieren. Warum VIP davon wohl abraten tut?


merkwürdiger noch ist jedoch die tatsache, dass kein kontaktaustausch zu anderen agenturpartnern gewünscht war. mittlerweile jedoch ist mir klar geworden, warum. oder hattest du kontakt?

partnervermittler
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Beitragvon partnervermittler » 01.08.2012, 15:05

night firelight hat geschrieben:mit zeitungswerbung wie bei vip ist doch nichts mehr zu reißen. wer viele kundenanfragen bekommen möchte, muss im internet sehr aktiv werden.


seit längerer zeit kann man keine anzeigen mehr von vip sehen. entweder sommerpause, oder.........

partnervermittler
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Beitragvon partnervermittler » 01.08.2012, 15:16

einstein hat geschrieben: heute gibt es gute internetvermittlungen für wenig geld. das wird das problem bei vip sein.


es gibt immer menschen, die eher die persönliche betreuung bevorzugen. aber die anzahl der vip´s, die 9500 euro zahlen, wird eher geringer. egal, ob unternehmer,erben etc.

nach meiner auffassung sind die meisten bereit bis 3000 euro zu zahlen. bis zu diesem bereich ist durchaus höheres potential da.

Girolamo Savonarola
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Beitragvon Girolamo Savonarola » 01.08.2012, 17:52

Hallo Partnervermittler,
ich hatte auch keinen Kollegen Kontakt. Mit den Preisen hatte ich genau das gleiche Problem. Die Luft wird dünne bei solchen horrenden Preisen.
Die Zukunft liegt in Top Qualität zu Preisen unter 3000 Euro.


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